Project.x
Karlovy Vary · Progressive House
Ein Mix-Kurator, der seit über zehn Jahren derselben Sache nachgeht: dem langen, melodischen Bogen – sanft im Ton, mit einer gewissen Wildheit darunter. Bei uns jeden Werktag von 6 bis 10 Uhr.
📻 Im Webradio
Vier Stunden zum Ankommen, an allen fünf Werktagen: Seine Serie trägt den Morgen, bevor um 10 Uhr der DAYLIGHT FLOW übernimmt.
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Sein Archiv auf hearthis – Hunderte Sets, von Progressive World bis zu seinen Melodic- und Techno-Ausflügen.
Ein Mix, der alles verändert hat
Es gibt diese Momente, in denen ein einziges Set eine Richtung vorgibt. Bei Project.x war es ein Mix von Kamilo Sanclemente. Seitdem, sagt er, lässt ihn die Schönheit und Zartheit dieses Genres nicht mehr los – inzwischen seit über einem Jahrzehnt.
Die Schule, aus der er kommt
Der Einstiegspunkt verrät viel. Kamilo Sanclemente aus dem kolumbianischen Cali gehört zu den prägenden Figuren des melodischen, „organischen“ Progressive House und veröffentlicht auf Labels wie Sudbeat, Anjunadeep und The Soundgarden. Damit ist klar, wo Project.x musikalisch zu Hause ist: in der Linie um Hernán Cattáneo, Nick Warren und Sudbeat. Kein Peaktime-Brett, sondern die lange Fahrt – melodisch, atmosphärisch, meist um 120 bis 124 BPM. Er selbst beschreibt seine Schicht des Genres als weich und doch mit einer verborgenen Wildheit. Wie ein Vogel, der über die Landschaft gleitet.
Abseits der Serie zeigt er auch die andere Seite: Reihen wie Melodic Mission (Melodic House & Techno) und Technical Invention (Techno) liegen ebenfalls in seinem Archiv.
Handwerk statt Zufall
Wie viele Stunden in einem seiner Sets stecken, sagt er selbst: Er bereite jedes einzelne sorgfältig vor, bevor er überhaupt die Aufnahmetaste drücke. Das hört man – die Folgen sind gebaut und nicht zusammengesteckt, und sie nehmen sich mit meist rund einer Stunde die Zeit, die ein solcher Bogen braucht.
Herausgekommen ist daraus Progressive World: seine fortlaufende Reihe, über Jahre gepflegt, inzwischen weit über hundert Folgen stark – und bei uns die Serie, die jeden Werktag den Morgen eröffnet.
Artist File
🧡 Warum das gut zu uns passt
Ein Satz aus seiner Selbstbeschreibung ist uns hängen geblieben. Er wolle einen Zufluchtsort schaffen, frei von Gewalt und Hass – einen Ort der Ruhe, an dem jeder, der dieses Genre liebt, ein Stück Frieden findet. Das klingt verdächtig nach dem, was wir mit „kein Hate, kein Gatekeeping, kein Druck“ meinen. Andere Worte, dieselbe Haltung.
▶️ Die Serie zum Nachhören
Die komplette Sammlung Progressive World haben wir im Replay-Bereich gebündelt – über hundert Folgen am Stück, direkt abspielbar.