Weltkulturerbe unter Asphalt: Warum Berlin seine Seele zubetoniert
KULTURERBE ODER AUTOBAHN?
BERLINS SCHIZOPHRENE SEELE
Wir feiern den UNESCO-Titel, aber draußen rollen die Bagger an. Während die Politik sich mit dem Label „Techno-Hauptstadt“ schmückt, bedroht die A100-Verlängerung das Herz der Stadt.
Es klingt wie ein schlechter Scherz: Da wird die Berliner Technokultur offiziell zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe erklärt – ein Ritterschlag, der weltweit Schlagzeilen machte. Man klopft sich auf die Schultern, doch nur ein paar Kilometer weiter sieht die Realität grau aus. Grau wie Beton.
Kulturerbe unter Asphalt?
Der geplante Weiterbau der Stadtautobahn A100 durch den 17. Bauabschnitt bedroht nach wie vor das Herz der Szene. Legendäre Kulturorte rund um das Ostkreuz stehen auf der Abschussliste der Verkehrsplanung.
Clubs wie das ://about blank, die Wilde Renate, die Else oder das OXI liegen direkt auf oder neben der geplanten Trasse. Orte, die Berlin erst zu Berlin gemacht haben.
Die Absurdität des Ganzen
Wir opfern Orte der Begegnung für mehr Stau? In einer Zeit, in der jede Großstadt versucht, Autos aus dem Zentrum zu verbannen, plant Berlin eine Schneise der Verwüstung durch dicht besiedelte Kieze. Das Argument „Verkehrsentlastung“ zieht nicht mehr. Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.
„Was wir wirklich verlieren, lässt sich nicht in Asphalt-Kilometern messen: Es sind die Freiräume, die Berlin atmen lassen.“
📱 Support your Scene – auch digital
Egal ob der Club noch steht oder schon Geschichte ist – der Sound bleibt unser Widerstand. Hol dir die OHRENFOOD® Connect App. Wir spielen den Sound, der Berlin prägt – ohne Kompromisse.
Ghost-Mode: App laden, Play drücken, Statement setzen. 100% Anonym.
Was bleibt?
Wenn die Clubs weichen müssen, stirbt nicht nur die Party. Es sterben soziale Schutzräume. Wir müssen laut bleiben. Unterstützt die Petitionen der Clubcommission und supportet eure Läden vor Ort. Denn eine Autobahn kann keine Platten auflegen.