Weißer Rauch: Der Papst kündigt sein Album „Fumata Bianca“ für Januar 2027 an
Weißer Rauch: Der Papst kündigt sein Album Fumata Bianca an
Am 4. Januar 2027 erscheint auf OF | REC das Album Fumata Bianca.
Melodischer Techno, sieben Tracks für eine ganze Nacht, dazu drei Bonus-Tracks – gut 70 Minuten Musik. Zu hören gibt es noch nichts. Aber einiges zu erzählen.
Das Wichtigste vorweg
Nach über 30 Jahren hinter den Decks veröffentlicht Der Papst ein Album, das nicht nach seinen DJ-Sets klingt – und genau das ist die Absicht. Fumata Bianca ist Melodic Techno: sieben Stücke, die eine Nacht vom ersten Beat bis zum Sonntagmorgen erzählen, plus drei Bonus-Tracks, die ältere Originale als Club-Versionen zurückbringen. Es erscheint am 4. Januar 2027 auf OF | REC, dem hauseigenen Label von OHRENFOOD®. Hören wirst du es ab dem Erscheinungstag direkt hier auf ohrenfood.de und in der App – von unserem eigenen Server, ohne Fremdanbieter und ohne Konto. Bis dahin bleibt das Album unter Verschluss.
🕊️ Weißer Rauch

Wer das Ritual kennt, weiß, was der Titel bedeutet. Solange in der Sixtinischen Kapelle keine Entscheidung gefallen ist, steigt schwarzer Rauch auf. Erst wenn sich die Versammlung geeinigt hat, wird er weiß – und draußen auf dem Platz weiß jeder: Jetzt beginnt etwas Neues. Genau dafür steht Fumata Bianca. Nach drei Jahrzehnten, in denen Der Papst vor allem hinter den Decks zu Hause war, schlägt er im Studio ein neues Kapitel auf. Keine große Geste, kein Neuanfang um des Neuanfangs willen. Eher der Moment, in dem sich etwas entscheidet, das lange in der Luft lag.
Der weiße Rauch hat dabei noch eine zweite Bedeutung, und die ist viel näher an der Tanzfläche: Es ist der Nebel, der im Club im Lichtkegel steht. Zwei Bilder, ein Titel – der Neuanfang und der Moment auf dem Floor, für den diese Musik gebaut ist.
Und damit das gleich klar ist: Das ist keine Kirchenplatte. Die lateinischen Titel sind liturgische Begriffe – einige davon aus den Stundengebeten, die einen Tag von der Nacht bis zur Nacht gliedern. Genau so, wie eine Clubnacht gegliedert ist. Mehr Bedeutung muss man nicht hineinlesen. Man darf aber.
Auch das Cover bleibt bei diesem Bild: eine einzelne weiße Rauchsäule, die aus einem warmen Lichtpunkt am Boden durch die Dunkelheit steigt. Keine Figur, keine Symbole, kein Gebäude – nur Name und Titel. Der Rauch trägt das Konzept allein.
Eine Nacht in sieben Stücken
Die Reihenfolge der Tracks ist kein Zufall. Das Album läuft wie eine Nacht, und die Titel verraten, wo man sich gerade befindet:
- Conclave – die Versammlung hinter verschlossenen Türen. Der Opener: geheimnisvoll, aber warm. Ein Bass, der eine absteigende Linie hinunterwandert, Glocken-Plucks darüber, chorähnliche Flächen dahinter. Der Moment, bevor die Nacht losgeht.
- Vigilia – die Nachtwache. Rastlos und hypnotisch, nervöse Hi-Hats über einem tiefen Pumpen – die Stunden, in denen niemand auf die Uhr schaut. Ein einzelner Dur-Akkord im Zyklus setzt immer wieder einen Lichtblick.
- Laudes – das Morgenlob. Hell und dunkel zugleich, ein Stück, das zwischen Dur und Moll pendelt. Das erste Licht, das durch die Fenster kommt, ohne dass jemand aufhören will.
- Habemus – der Moment, in dem der weiße Rauch aufsteigt. Der euphorische Höhepunkt des Albums und in gewisser Weise sein Titeltrack: Im letzten Drop löst sich die Spannung von Moll nach Dur auf. Wer die Formel kennt, mit der eine Entscheidung verkündet wird, versteht das Augenzwinkern auf einem Album von Der Papst.
- Gratias – Danke sagen. Warmer, rollender Groove, ein Bass, der zwischen den Kicks spielt und auch dann weiterläuft, wenn die Kick aussetzt. Die Stunde, in der alles gut ist.
- Dominica – der Sonntag. Lange hypnotische Strecken auf einem einzigen Akkord, bis der Drop ins Dur kippt: sonnig, offen, der Weg nach draußen.
- Completorium – das Nachtgebet, mit dem der Tag endet. Es nimmt die Unruhe von Vigilia wieder auf, zieht das Tempo noch einmal an und führt das Album zurück in die Nacht. Das Ende ist der Anfang.
Sieben Tracks, rund 48 Minuten, ein Bogen. Man kann das Album am Stück hören und merkt, wie sich die Stimmung verschiebt – vom Verhaltenen über das Treibende zum Euphorischen und wieder hinunter. Auch das Tempo folgt dieser Kurve: Es zieht bis Habemus langsam an, nimmt sich bis Dominica wieder zurück, und Completorium legt zum Schluss noch einmal zu. Und weil es den Kreis schließt, lässt sich das Ganze auch einfach wieder von vorn starten.
🛋️ Warum es diesmal melodisch wurde
Wer Papst von den Decks kennt, erwartet hier vielleicht etwas Härteres. An den Reglern ist Techno sein Zuhause – und selbst dort fällt er nie in ein Schema: Von tief und hypnotisch bis treibend und direkt ist alles dabei, je nachdem, was der Abend verlangt. Als DJ spielt er den Raum, nicht das eigene Profil.
Im Studio funktioniert es anders. Dort entsteht, worauf er gerade Lust hat – nicht, was zum DJ-Namen passt oder was gerade gefragt ist. Produziert wird aus dem Gefühl heraus, und diesmal zog es ihn eben in die melodische Richtung: Flächen, die tragen. Melodien, die hängen bleiben. Stücke, die sich Zeit nehmen, statt nach vier Takten zum Punkt zu kommen. Wer niemandem mehr etwas beweisen muss, kann sich diese Freiheit leisten.
Fumata Bianca soll deshalb auf zwei Arten funktionieren. Auf der Couch, mit guten Kopfhörern, als Album, das man am Stück durchlaufen lässt und bei dem man irgendwann vergisst, welcher Track gerade läuft. Und auf dem Floor, wenn der Nebel im Lichtkegel steht und die Tracks das tun, wofür sie gebaut sind. Dass beides geht, ohne dass eine Seite leidet, war die eigentliche Aufgabe – und der Grund, warum das Album so lange gebraucht hat, wie es gebraucht hat.
Alte Bekannte, neu gebaut
Fünf der sieben Stücke haben einen Ursprung in älteren Papst-Produktionen. Geblieben ist davon allerdings wenig. Sie wurden von Grund auf neu interpretiert, teils in andere Tonarten gesetzt und klingen völlig anders als ihre Vorlagen – deshalb tragen sie auch neue Namen. Die sind dabei keine Verkleidung, sondern Übersetzungen: Aus „Saturday Morning“ wurde das Morgenlob Laudes. Aus „Thank you“ wurde der Dank, Gratias. Aus „Electric Sunday“ wurde der Sonntag, Dominica. Und aus „Insomnia“, der Schlaflosigkeit, wurden gleich zwei Stücke: die Nachtwache Vigilia und das Nachtgebet Completorium. Nur Conclave und Habemus sind ganz neu entstanden.
Die drei Bonus-Tracks gehen den umgekehrten Weg. Sie sind Neuauflagen der Originale und bleiben als solche klar erkennbar: vollständig überarbeitet, neu produziert, mit vollem Low End und im Sound von Fumata Bianca – aber wer die Erstauflagen kennt, erkennt sie sofort wieder. Alle drei laufen mit 130 BPM in Club-Länge, zwischen sieben und gut acht Minuten.
Bonus-Tracks
- Electric Sunday (Fumata Bianca Remix) – hypnotisch, bittersüß
- Insomnia (Fumata Bianca Remix) – rastlos, Peak-Time
- Thank you (Fumata Bianca Remix) – warm, rollend, der Schlusspunkt
Damit stehen manche Ideen zweimal auf dem Album – einmal neu gedacht, einmal neu gebaut. Der direkte Vergleich lohnt sich. Und wer wissen will, wo das alles herkommt: Die Erstauflagen hörst du schon jetzt auf dem EGO-Sampler.
🎚️ Für DJs
Das Album ist auch fürs Auflegen gebaut – und zwar durchdacht. Die Tonarten der ersten sechs Tracks steigen von Stück zu Stück im Quintenzirkel, in Camelot-Sprache von 3A bis 8A. Die Nacht lässt sich also von Conclave bis Dominica harmonisch am Stück durchmixen, ohne dass es an den Übergängen reibt. Completorium kehrt danach nach C zurück. Es läuft wie die drei Bonus-Tracks mit 130 BPM; die ersten sechs Stücke bewegen sich darunter, zwischen 124 und 128.
Die sieben Album-Tracks beginnen und enden mit langen, loopbaren Drum-Grooves – ohne Fills, ohne Effekte, nur Kick, Hats und Percussion, damit du sauber rein- und rauskommst. Die Bonus-Tracks blenden dagegen weich ein und aus: Sie sind eher als geschlossene Club-Versionen gedacht, lassen sich aber ebenso mixen.
Wo du es hören wirst
Ab dem 4. Januar 2027 laufen alle zehn Tracks direkt hier auf ohrenfood.de – im Player auf der Albumseite – und in der App OHRENFOOD® Connect. Die Musik liegt auf unserem eigenen Server. Kein Fremdanbieter dazwischen, kein Konto, das du anlegen musst, keine Abfrage, wer du bist. So, wie wir es bei allem halten, was wir machen.
Bis dahin gibt es nichts zu hören. Keine Vorab-Snippets, keine Teaser-Loops. Das Album soll als Ganzes ankommen, so wie es gedacht ist – vom ersten Beat bis zum Nachtgebet.
💿 Über OF | REC
OF | REC ist das hauseigene Label von OHRENFOOD®. Hier erscheinen Produktionen aus dem Umfeld der Plattform – von Menschen ausgesucht, Stück für Stück, ohne Algorithmus dazwischen. Zusammen mit den Partner-Labels, mit denen wir zusammenarbeiten, bildet OF | REC unsere Rubrik RELEASES.
Die Eckdaten
Artist: Der Papst
Titel: Fumata Bianca
Format: Album · 7 Tracks + 3 Bonus-Tracks
Spielzeit: rund 48 Minuten, mit Bonus-Tracks rund 71 Minuten
Genre: Melodic Techno
Tempo: 124 bis 130 BPM
Tonarten: im Quintenzirkel aufwärts von 3A bis 8A, Completorium zurück auf C
Label: OF | REC
Veröffentlichung: 4. Januar 2027
Wo: ohrenfood.de und OHRENFOOD® Connect, vom eigenen Server
Für DJs: loopbare Drum-Intros und -Outros, harmonisch durchmixbar
Hinweis zur Produktion: Bei der Entstehung des Albums kam KI als Werkzeug der Klangerzeugung zum Einsatz. Vorlagen, Auswahl und Feinschliff stammen von Der Papst selbst; die meisten Stücke bauen auf eigenen, älteren Produktionen auf. Wir kennzeichnen das, weil wir es für richtig halten – hinter Musik stehen Menschen, und ihre Arbeit hat einen Wert.