AVUS-Tribüne im Berliner Westen ist seit Dezember 2025 ein Club
C115: TECHNO TRIFFT RENNGESCHICHTE
Was lange brachlag, lebt: Die historische AVUS-Tribüne im Berliner Westen ist seit Dezember 2025 ein Club. Im C115 wird dort getanzt, wo früher die Motoren dröhnten – mit Fensterfront direkt über der Autobahn.
Berlin lebt von der ständigen Transformation. Mit dem C115 auf der historischen AVUS-Tribüne bekommt Berlin-Westend nicht nur einen neuen Club, sondern eine Location mit echter Wucht. Der Name spielt auf die Stadtautobahn A115 an, die hier als AVUS Motorsportgeschichte schrieb. Wo früher die Boliden vorbeijagten, übernehmen jetzt die Kickdrums – die Autos fahren übrigens bis heute direkt darunter durch.
Es geht nicht darum, das nächste Berghain zu kopieren, sondern darum, dem Berliner Westen eine eigene Anlaufstelle zu geben – getragen von Geschichte, Beton und Sound.
VOM RENNSPORT ZUM RAUMSPORT
Das Herzstück ist die ehemalige Sprecherkanzel der Rennstrecke: ein verglaster Raum mit raumhohen Fenstern und direktem Blick auf die Autobahn. Wenn sich abends Scheinwerfer in der Fensterfront spiegeln und auf Stroboskoplicht treffen, entsteht eine Kulisse, die es so kein zweites Mal in Berlin gibt – dazu rot beleuchtete Korridore und das Relikt-Gefühl eines fast 100 Jahre alten Ortes.
Ein paradoxer Standortvorteil: Direkt zwischen Messegelände und Autobahn spielt Lärmschutz hier kaum eine Rolle – es ist ohnehin laut. Nutzungskonflikte, an denen zentrale Clubs sonst scheitern, sind hier kaum zu erwarten.
📍 DIE LAGE
Auf der AVUS-Tribüne, nur rund drei Gehminuten vom S-Bahnhof Messe Süd entfernt – also überraschend gut angebunden. Hinter dem Projekt steht Musiker und Gastronom Nico Mohammadi (DJ Durbin), der den verglasten Raum übernahm und nicht nur auf Clubnächte, sondern auch auf kulturelle Events setzt.
🎵 DAS BOOKING
Musikalisch bewegt sich das C115 zwischen Techno, Trance und House, getragen von Eventreihen wie Madre Mia. Zur Eröffnung legte unter anderem Aleqs Notal auf, der bereits im Tresor und der Panorama Bar gespielt hat.
EIN WICHTIGES SIGNAL FÜR DIE SZENE
Die Eröffnung des C115 ist ein Zeichen gegen das Clubsterben. Während etablierte Häuser schließen, zeigt der Westen, dass kulturelle Freiräume auch an Orten entstehen, die man längst abgeschrieben hatte – ähnlich wie zuletzt Projekte am ehemaligen Flughafen Tegel. Eine räumliche Verschiebung der Clubkultur raus aus den klassischen Szenekiezen. Der Berliner Westen hat wieder eine Adresse für Nächte, die erst enden, wenn die Sonne über dem Funkturm aufgeht.
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